Gestern Nachmittag in einem Ganz normalen Niederländischen Supermarkt: Nachdem ich mich mit ausreichend Letten eingedeckt hatte sprang mir eine wunderschöne Dose mit dem Aufdruck 11,6% ins Auge. Grolsch? Jop, das mag ich, aber was das nun ist und vorallem wie es schmeckt konnte ich mir nicht im geringsten vorstellen.
Aussehen 8/10
Das Bier hat wirklich ein schönes Gewand, das schöne Relief mit dem Grolsch Schriftzug lässt die Geschmacksnerven schon warmlaufen und auch der Inhalt hat eine Angenehm dunkle Farbe, zwar sieht es eher wie Pils aus welches etwas dunkler ist, doch es regt doch sehr gut zum Genuss an.
Nicht so schön fand ich den Schaum und die Kohlensäure, die sind recht Grob und vorallem aus der Dose ist es schwer eine schöne Krone zu platzieren.
Geschmack 40/60
Geschmacklich ist dieses Starkbier leider kein allzu großes Highlight, das Gebräu schmeckt wirklich arg nach Alkohol und hat dabei noch eine süßliche Note, doch diese Mischung ist auch wirklich Interessant im Abgang und der angenehme Nachgeschmack macht Durst auf mehr. Ich bin mir sicher das jemand der Starkbier gerne trinkt durchaus Gefallen finden wird am Kanon und ich muss zugeben es ist geschmacklich besser als andere Starkbiere die ich bisher getrunken habe.
Abgang und Bekömmlichkeit 12/20
Geht gut runter und bleibt auch drin, am nächsten Tag hatte ich keinerlei Beschwerden abgesehen von einem recht bitteren Nachgeschmack der sich im Rachen einnistet. Unangenehm empfand ich lediglich das schwere Gefühl welches im Magen bleibt und anstatt satt zu machen später noch zu weiterem Hunger anregt.
Fazit 68/100 +8 Preispunkte
Wer sich gepflegt Wegschädeln möchte ist hier an der richtigen Adresse und wird auch auf seine Kosten kommen, zum Genießen fehlt dem Bier leider der Tiefgang und durch den hohen Alkoholgehalt wird auch das trinken unter der Woche auf 2-3 Dosen begrenzt.
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Dienstag, 6. Juli 2010
Montag, 17. August 2009
Wolbrink Saure Kirsche
Kirschen an sich sind ja eine ganz angenehme Angelegenheit wenn man sie einfach nur isst, aber wie schon von anderen Produkten bekannt ist der Brennerei Wolbrink keine Frucht mehr heilig um sie mit Vodka nicht nur zu verunreinigen, nein sondern auch noch Zweck zu entfremden, denn mit Kirschgeschmack hat das hier nicht mehr viel zu tun.Jetzt fragen sich sicher ein paar Leser: "Aber Simon ich kenne nur diesen Kirschgeschmack!". Darauf hab ich eine plausible Antwort: "Esst mal echte Kirschen verdammt! Denn das Zeug aus der Tüte oder der Dose kommt nicht mal ansatzweise an das Original heran!"
Aussehen & Geruch 4/10
Das was sich da in der Flasche tummelt sieht leicht wie Rotwein aus, hat aber, laut Etikett, ein Quäntchen mehr Alkohol als eben dieser. Der Geruch des Gesöffs ist meiner Nase nach abschreckend und hat mich irgendwie an Amaretto erinnert, was dem Getränk nicht gerade Pluspunkte einbringt.
Geschmack 30/60
Nimmt man mal die Vorstellung weg das es sich hier um Kirschgeschmack handeln soll so ist der Geschmack an sich doch recht angenehm. Nur finde ich es nicht gerecht das hier der typische Tütengeschmack der Kirsche den Vorzug vor dem echten bekommen hat. Ja saufen kann man das schon nur bin ich immer sehr enttäuscht das hier anscheinend nicht nur am Schnaps gespart wurde, der übrigens eine übermäßig widerliche Alkoholnote in das Getränk bringt. Bei 3% mehr Alkohol als bei ein Rotwein den ich 2 Tage vorher getrunken hatte sollte der Geschmack doch nicht so brutal sein.
Abgang und Bekömmlichkeit 5/20
Das große Manko an diesem Produkt ist der Abgang. Es mag vielleicht an dem, unnötiger weise durch Vodka und vorher aus Korn bestehendem, Schnapsanteil liegen oder einfach an der Tatsache das der Säuregehalt nunmal nicht allzu gut im Magen liegen bleibt. So hatte ich nach einer Flasche zumindest schon das Gefühl als hätte ich schon eine ganze Flasche richtigen Schnaps getrunken nur mit dem Unterschied das ich von dem Schnaps wahrscheinlich betrunken gewesen wäre und dieser dann auch besser geschmeckt hätte!
Fazit 47/100 +8 Preispunkte
Ja ich gebe zu ich habe das Zeug schon vorher getrunken aber dieser Bericht beruht großteils auf meinem Erstkonsum vor 3 Jahren, da ich zumindest im Bereich Schnaps ein sehr gutes Gedächtnis habe. Abschließend muss ich sagen das ich falls mir jemand einen Schluck anbieten würde ihn jedoch nicht ablehnen würde!
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Dienstag, 30. Juni 2009
Krombacher Pilsener

Als Kind bekam ich schon beigebracht "Trink Krombacher, denn es ist besser!". Beim Blick auf das Preisettiket denkt man nun an ein edles Bier aus deutschen Gefilden und man lässt sich wirklich leicht von der Medienpräsenz der Marke täuschen aber Krombacher ist eigentlich nur ein Durschnittsbier.
So wie bei jeder Biersorte ist die Verkostung unbeschriftet von Statten gegangen um nicht anhand von Markennamen zu beurteilen.
Aussehen 3/10
Äußerlich ist Krombacher das altbekannte normal Bier, eine goldige Farbe mit einer außergewöhnlich großen Perlung seitens der Kohlensäure. Dies schlägt sich auch im groben Schaum nieder.
Geschmack 30/60
Auch im Geschmack setzt sich dieser Trend fort. Das leicht herbe Aroma überzeugt zwar durch seine Leichtigkeit sorgt jedoch dafür, dass das Bier nicht aus der Reihe herraussticht. Man könnte schon fast sagen das es sich hier um ein Mainstream Bier handelt, da es wahrscheinlich fast jedem schmecken wird aber auch nicht ein Überflieger ist.
Abgang und Bekömmlichkeit 10/20
Der Abgang ist angenehm, es verbleibt kein langer Nachgeschmack der mit der Zeit bitter wird und der geneigte Trinker wird nicht gezwungen direkt nach zu kippen. Der Suff ist auch recht angenehm, nicht so aggressiv wie bei anderen Bieren, aber man merkt schon relativ früh wann man aufhören sollte. Der grobe Schaum liegt gut im Magen da er schnell verpufft und nicht weiter zum Aufstoßen anregt.
Fazit 43/100
Das meistverkaufte Bier Deutschlands bietet nichts besonderes und sticht überhaupt nicht aus der Menge anderer Biersorten herraus. Für eine Feier ist es wahrscheinlich Ratsam sich ein solches Bier zu zulegen, da es für fast alle Gäste trinkbar ist. Der Preis ist jedoch meiner Meinung nach eine Frechheit so kostet die Kiste Krombacher schon doppelt so viel wie ein günstigeres Bier mit Charakter.
Allgemein denke ich, dass dieses Bier den Zeitgeist zur Anpassung und Charakterlosigkeit gut wiederspiegelt
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